Schön unbequem


Wir leben in einer Welt, die Harmonie liebt, solange sie nicht stört. Anpassung wird belohnt, Zweifel werden weggelächelt, und wer Fragen stellt, gilt schnell als kompliziert. Doch genau dort, wo es unbequem wird, beginnt Entwicklung.


Schön unbequem“ steht für Menschen, die hinschauen, wo andere wegsehen. Die verstehen wollen, statt nur zu funktionieren. Für Frauen und Männer, die bereit sind, Gesundheit, Leistung und Selbstverständnis neu zu denken, ehrlich, differenziert und mit Rückgrat. Vielleicht brauchen wir genau das heute mehr denn je, Räume, in denen Echtheit wichtiger ist als Perfektion. Wo Fragen erlaubt sind, Widerspruch Platz hat und Nachdenken kein Luxus ist. 


Schön unbequem“ soll so ein Raum sein: ehrlich, menschlich, vielstimmig. Ich lade dich ein, mitzudenken, mitzuschreiben, zu widersprechen oder einfach deine Perspektive zu teilen. Denn Veränderung beginnt selten laut, aber meist dort, wo jemand den Mut hat, ehrlich zu sein.

2025-10-20

Warum ich aufgehört habe, mich mit 25-jährigen Fitness-Influencerinnen zu vergleichen.

Ich war neulich auf Instagram unterwegs und landete irgendwie bei einem Reel mit der Überschrift:

„So bleibst du mit 5 Minuten am Tag schlank, straff und voller Energie.“

Die Frau: 25. Keine Kinder. Keine Augenringe. Kein sichtbares Leben außerhalb ihrer Trainingsmatte.

Und ich?

Saß auf dem Sofa. Mit Dinkelcracker in der einen Hand und schlechtem Gewissen in der anderen.

Noch vor ein paar Jahren hätte mich so ein Video getriggert. Ich hätte mich verglichen. Mich kritisiert. Mich gefragt, warum mein Bauch nicht so aussieht. Warum mein Po nicht „hoch“ ist. Warum ich nicht einfach „disziplinierter“ bin.

Heute scroll ich weiter.

Nicht, weil ich mich aufgegeben habe, sondern weil ich begriffen habe, dass mein Leben ein anderes ist.

Ich habe Kinder geboren.
Ich habe Nächte durchwacht, nicht zum Feiern, sondern zum Trösten.
Ich habe durchgehalten, getragen, organisiert, gefühlt, gelitten, geliebt.

Ich bin nicht 25. Ich bin 49 mit Geschichte. Mein Körper ist nicht perfekt. Aber er ist mein Zuhause. Und das straffe Instagram-Leben hat kein Monopol auf Schönheit. Vielleicht ist wahre Stärke nicht der flache Bauch, sondern der weiche, sich verändernde Körper, der soviel leistet und mich jeden Tag durch`s Leben trägt.

Ich vergleiche mich nicht mehr mit Menschen, die ein Leben zeigen, das nie wirklich gelebt wurde.

Ich bin nicht perfekt.
Aber ich bin real.
Und das ist genug!

👉 Was denkst du: Sind wir bereit für ein neues Bild von Schönheit oder hängen wir noch zu sehr im Insta-Zeitalter?

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Admin - 12:05:32 | Kommentar hinzufügen

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