Schön unbequem


Wir leben in einer Welt, die Harmonie liebt, solange sie nicht stört. Anpassung wird belohnt, Zweifel werden weggelächelt, und wer Fragen stellt, gilt schnell als kompliziert. Doch genau dort, wo es unbequem wird, beginnt Entwicklung.


Schön unbequem“ steht für Menschen, die hinschauen, wo andere wegsehen. Die verstehen wollen, statt nur zu funktionieren. Für Frauen und Männer, die bereit sind, Gesundheit, Leistung und Selbstverständnis neu zu denken, ehrlich, differenziert und mit Rückgrat. Vielleicht brauchen wir genau das heute mehr denn je, Räume, in denen Echtheit wichtiger ist als Perfektion. Wo Fragen erlaubt sind, Widerspruch Platz hat und Nachdenken kein Luxus ist. 


Schön unbequem“ soll so ein Raum sein: ehrlich, menschlich, vielstimmig. Ich lade dich ein, mitzudenken, mitzuschreiben, zu widersprechen oder einfach deine Perspektive zu teilen. Denn Veränderung beginnt selten laut, aber meist dort, wo jemand den Mut hat, ehrlich zu sein.

2025-11-06

Arbeit & Familie – Warum das alte Modell nicht mehr trägt!

Ich habe manchmal das Gefühl, wir reden über Vereinbarkeit wie über ein Puzzle. „Wenn man alles geschickt genug legt, passt es zusammen.“

Die Realität? Es passt nicht!

Nicht, wenn Erwerbsarbeit immer noch das Maß aller Dinge ist.
Nicht, wenn Care-Arbeit weiterhin unbezahlt und unsichtbar ist.
Nicht, wenn Kinderbetreuung in vielen Städten Glückssache bleibt.

1,5 Stunden pro Tag mehr Arbeit für Frauen als für Männer, bezahlt und unbezahlt zusammengerechnet. Und trotzdem gelten Frauen oft als „Teilzeit-Mütter“, die nicht genug leisten.

Ich frage mich:

Warum messen wir Arbeit immer noch nur in Euro und nicht auch in Stunden, Energie, Verantwortung?

Warum reden wir über Fachkräftemangel, aber nicht darüber, dass Millionen Frauen durch strukturelle Hindernisse ausgebremst werden?

Vielleicht liegt das Problem nicht darin, dass Frauen „zu wenig arbeiten“.
Vielleicht liegt es darin, dass wir Arbeit falsch definieren.

Denn solange wir so tun, als sei Erwerbsarbeit das Einzige, das zählt, bleibt jede Mutter, jede Pflegende, jede Frau im System unsichtbar.

Vielleicht ist genau das der Grund, warum sich so viele Frauen zerrissen fühlen. Weil sie in einem Modell leben, das nie für sie gemacht war.

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Admin - 12:09:52 | Kommentar hinzufügen